Die Kleinsten der VS Marktgasse sind großartige Erzähler

Die Kleinsten der VS Marktgasse sind großartige Erzähler

Die Kleinsten der VS Marktgasse sind großartige Erzähler

Ich habe sie heute kennengelernt, die Kleinsten der VS Marktgasse als großartige Erzähler. Kam ich doch als (fast) überraschender Besucher in die Klasse um die Geheimnisse des Wetterberichts im Fernsehen aufzudecken. Wie kann der Sprecher oder die Sprecherin einmal vor den Regenwolken, dann vor der Blumenwiese oder vor der Wetterkarte stehen, war die Einstiegsfrage. Manche haben schon genau gewusst, wie eine Wetterkarte aussieht. So versetzten wird die SchülerInnen in der dritten Stunde in ein „Fernsehstudio“ – haben alles für eine grüne Wand aufgebaut, Kameramann, Kamerafrau eingeschult, Bilder für den Hintergrund waren zum Auswählen auf dem iPad, meine Hand war das rote Licht im Studio (hat einer gemeint, wie haben kein rotes Licht, hat aber mein Hand anstatt angenommen) und alle konnten 5-4-3-2-1 bis zum Aufnahmestart herunterzählen. Eben wie im Studio.

Erzähler

Einige waren schon vorbereitet und haben auf kleinen Zetteln geschrieben, was sie erzählen werden. Nur, diese hat dann niemand gebraucht. Und mache Kids, die noch zunächst gesagt haben, sie wollen nichts sagen, haben sich dann gemeldet oder auch vorgedrängt. Sie waren einfach genial, haben frei gesprochen, waren unbefangen und haben ihre ganz persönlichen Geschichten erzählt. Ein anderes Medium spricht andere Kinder an, so sieht man, was in den Kids alles steckt und durch eine Kamera zum Vorschein kommen kann.

Ja das war alles gar nicht einfach, denn die Klassenlehrerin hat mit Beamer die gesamte Aufnahme projiziert und da wollten sie sich auf der Leinwand sehen und gleichzeitig hätten sie ja in das grüne Tuch schauen müssen, denn dort saß der Hund, die Katze oder der Koalabär zum Streicheln. Rechts-links und spiegelverkehrt richtig auszuführen ist schon eine Herausforderung, auch für die Pädagoginnen der Klasse.

Wie hat dies die Klassenlehrerin angelegt? Die SchülerInnen haben sich auf eine kleine Geschichte vorbereitet – so haben die SchülerInnen ganz klassisch (das analoge Tun) mit Bleistift, Buntstift und Papier gearbeitet. Das ist die richtige Vorbereitung für Erzähler bevor man vor dem grünen Tuch zu sprechen beginnt. Der Einsatz der App Green Screen (das digitale Tun) gibt nun die Chance, sich vorzustellen, eine Geschichte zu erzählen, sich selbst auf dem Video zu erkennen, zu lernen, wie man sich bewegt, wie man z.B. mit einem Fußball schießt, der nur als Bild da ist u.a. In der Verbindung von Analogem und Digitalem sehe ich den pädagogischen Mehrwert, denn diese Übungsphasen können ohne Bild nicht gemacht werden. Wenn morgen die SchülerInnen die Videos ansehen werden, gibt es zahlreiche Gelegenheiten über ihren „Auftritt“ zu sprechen. Ich glaube, dass sie sehr stolz auf ihre Leistung sein werden und nicht vergessen, die Videos auch ihren Eltern und Freunden zu zeigen. Suchen wir nicht alle ein wenig Anerkennung, eine wenig Selbstwertgefühl um zu wachsen?

Ich will aber nicht vergessen, dass auch die beiden Klassenlehrerinnen eine perfekte Show vor Kamelen in der Wüste geboten haben. Sie sind vor Durst in der Wüste fast umgekommen – war für uns alle ein vergnügliches Erlebnis. Zwei großartige Schauspielerinnen. Danke!

 

Drei Erzähler in einem Video

 

Die Erzähler vor der „grünen Wand“ – dem Green Screen

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