Gespräch im Anschluss an die Tablet-Workshops

Gespräch im Anschluss an die Tablet-Workshops

DSC_0600Gespräch zwischen Paul Kral und Erich Pitterl, Lehrer an der NMS Nußdorf-Debant

Kral: War das heute das erste Mal, dass Sie mit iPads in der Schule gearbeitet haben?
Pitterl: Ja, das erste Mal für uns, dass wir die Tablets benutzt haben. Wir haben bisher immer nur Laptops benutzt und das auch nur für Lehrer die über Beamer die Ergebnisse in der Klasse fertig präsentiert haben.

Kral: Sind Tablets haptisch interessant oder besonders motivierend?

Pitterl: Genau, es ist auf alle Fälle motivierend. Die Materie ist für mich nichts Neues, da ich viel auch am Handy arbeite und jeder weiß, man könnte Stunden damit verbringen und man wird nie ‚stuff‘ (kärntnerisch für ‚nicht genug bekommen‘?)
Ich denke, dass das für die Kinder auch so ist, aber wie sie vorher gesagt haben, ist es sicherlich nicht sinnvoll, dass man Geräte stundenlang, sondern eher gezielt einsetzt. Da ist auch die große Herausforderung für den Lehrer – denke ich – da es um den Mehrwert geht. Alles was ich im Heft bzw. per Hand besser machen kann oder mindestens gleich gut, spricht eigentlich nicht für das Gerät. So muss man genau herausfinden, welche Apps man einsetzen will. Aber es war interessant zu sehen, wie die Kinder mit großem Enthusiasmus auf das Angebot reagieren.

Kral: Gesamteindruck? Zur Individualität? Im Rahmen von SQA – Lehren und Lernen ein guter Schritt? Würde das Werkzeug beim Einstieg weiterhelfen?

Pitterl: Ja, auf alle Fälle. Die Kinder sind in dieser Weise viel unabhängiger und auch sehr vif und gewitzt, was den Umgang mit den Geräten betrifft und haben bei den Apps schon aus dem effeff heraus geschafft, wofür wir als Erwachsene viel länger brauchen und uns erst einarbeiten müssen. Nicht alle, aber doch viele. Sie können mit dem schon umgehen und das gut nutzen. Der Auftrag muss passen. Für uns Lehrer ist Umdenken ebenfalls notwendig, der Auftrag muss globaler gestellt sein. Der Arbeitsauftrag bis dato war immer so: Suche genau das im Atlas! In Zukunft muss es anders heißen, damit ein jeder damit etwas anfangen kann, dass es eben einen Mehrwert hat.

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