Ich will digital unterstütztes Lernen an Schulen etablieren

Ich will digital unterstütztes Lernen an Schulen etablieren

Ich will digital unterstütztes Lernen an Schulen etablieren

„Connected Kids“ (Paul Kral) im Interview „Ich will digital unterstütztes Lernen an Schulen etablieren“

Eine Initiative von T-Mobile.

[…]

Warum, denken Sie, spricht diese neue Form des Unterrichts die Kinder so an?

Viele Kinder haben diese Geräte zu Hause. Das heißt, dass die Ausgangsbasis zur Bedienung schon mal da ist. Das bedeutet für die Kinder, dass ihr Lebensraum und ihr Freizeitverhalten in die Schule hineingetragen werden, woraus eine andere Lernbereitschaft folgt. Tablets sind ist somit kein Fremdkörper mehr, sondern etwas Gewohntes. In den Anfängen des Projekts sind wir sogar von einer „bring your own device“-Idee ausgegangen. Das ist aber an den Pädagogen gescheitert, die ein striktes Handyverbot wollten. In meinen Augen ist das das Dümmste, was man machen kann. Wenn ein Pädagoge seine Klasse in Griff hat und mit den Schülern gut arbeiten kann, dann hat er sowohl mit als auch ohne Handys eine Ruhe. Wenn man die Lufthoheit über die Klasse verliert, hilft weder ein Verbot noch die beste Technik. Wie der Erziehungsprozess erfolgt, hängt natürlich vom Pädagogen ab und ich komme mir fast schon kindisch vor, wenn ich das jedem andauern sagen muss. […]

Inwiefern ändert der Einsatz der Tablets den Unterricht?

Die subjektive Erfahrung, die wir gemacht haben, zeigt, dass Disziplinschwierigkeiten gegen Null gehen. Es gibt Studien, die belegen, dass die Verhaltensauffälligkeit bei normal Auffälligen—damit sind SchülerInnen gemeint, die leicht tratschen oder sonst wie leicht stören—um etwa 25 bis 30 Prozent zurückgeht. Bei denen, die im normalen Unterricht extrem auffallen bis zu 50 und sogar 60 Prozent. Das ist natürlich ein schöner Gewinn. […]

Es ist wahrscheinlich gar nicht schlecht, wenn die Kinder das Lernen mit Spielen gleichsetzen. Sie wissen dadurch gar nicht, wie viel sie in Wirklichkeit dazulernen. Zu diesem spielerischen Lernen will man als Pädagoge doch eigentlich hin.

Genau das ist es. Sie bekommen es einfach nicht mit. Wir bieten den Schulen zur Zeit etwa 100 Apps an. Die machen natürlich nicht alle Apps durch, ich möchte auch niemanden in eine Richtung zwingen, sondern sie sollen selbst entscheiden. Daher sind die Apps auch nach Mathematik, Englisch, Deutsch, Geografie, Physik und so weiter gegliedert. Die Apps sind so aufbereitet, dass sie Freude und Spaß machen. Da spielt Kreativität eine große Rolle. Die Kids können beispielsweise kurze Filme drehen und diese dann in ihre Kurzgeschichten einbauen, alles natürlich am Tablet.

Mit den Eltern kommt dann aber folgende Schwierigkeit dazu. Wenn die Eltern ihr Kind zu Hause fragen, was sie gemacht haben, dann sagen sie „wir haben gespielt“. Auch wenn sie Lernaufgaben oder sonst was gemacht haben, das Tablet ist für sie ident mit Spielen. Dieses kommerzielle Verkaufsargument kriegen wir da gar nicht raus, im Sprachgebrauch heißt es einfach Spielen. […]

Das ganze Interview nachlesen: http://www.wie-wir-wollen.at/ich-will-digital-unterstuetztes-lernen-an-schulen-etablieren/

Goto Top