iPad-Projekt. Feedback der NMSi 1160, Wiesberggasse

iPad-Projekt. Feedback der NMSi 1160, Wiesberggasse

iPad-Projekt. Feedback der NMSi 1160, Wiesberggasse

iPads Projekt NMSi Wiesberggasse, Projektzeitraum: 2. März bis 27. März 2015: FEEDBACK

  • Ausrüstung und technisches Equipment

Die Qualität der iPads war einwandfrei, es gab keine bzw. nur geringfügige Probleme (z.B. E-Mail Einstellungen) während der vierwöchigen Projektphase. Die Bedienung war einfach und die SchülerInnen konnten sehr rasch selbstständig mit den Geräten arbeiten.

 

Der Transport wurde durch den Transport- und Ladekoffer erleichtert und stellte kein Problem dar. Die Ladestationen funktionierten hervorragend, es gab generell fast keine Probleme mit der Akkuleistung. Das mitgelieferte WLAN und die Air-Drop Ausrüstung funktionierten ebenfalls einwandfrei.

 

  • Einsatz im Unterricht (2A, 3A, 3B, 3C)

Nach einer kurzen und informativen Einschulung durch Herrn Dr. Paul Kral wurden die iPads am 3.3.2015 erstmals im Unterricht eingesetzt. Die genaue Verteilung der iPads (wurde jede Woche verändert) wurde bereits im Vorhinein im Team vereinbart und schriftlich festgehalten. Der erste Tag war – wie zu erwarten – geprägt von Einschulungen und dem ersten Kennenlernen der digitalen Geräte. Die SchülerInnen erhielten eine Einführung, die passenden Einstellungen wurden durchgeführt und Basisfunktionen ausprobiert.

 

In der ersten Phase wurde vor allem ein spielerischer Zugang geschaffen, es wurden Fotos gemacht, diese im Anschluss bearbeitet und via Air-Drop verschickt. Zudem konnten die SchülerInnen selbstständig die verschiedenen Apps ausprobieren, und erste „Gehversuche“ durchführen. Geographie Lernprogramme (Geo-Quiz, Erde 3D, Länderquiz, usw.) wurden sehr schnell verwendet und von den SchülerInnen gut angenommen. Spielerisch wurden Länder, Hauptstädte und geografische Fakten erarbeitet und erlernt. Mathematik-Apps wurden in dieser ersten Kennenlernphase ebenfalls sehr häufig genutzt.

 

Im Englischunterricht wurde in der ersten Woche „Story mouse“ eingesetzt. Die SchülerInnen konnten audiovisuelle Kindergeschichten anhören, wie zum Beispiel Mrs. Tiggy-Winkle. Dadurch konnten reading und listening Kompetenzen weiterentwickeln und auf individuelle Leistungsunterschiede Rücksicht genommen werden. Die Geschichten dienten zudem als Impuls, um im Weiteren kurze Zusammenfassungen zu schreiben oder den Inhalt der Geschichten zu diskutieren.

 

In verschiedenen Fächern wurde das online Programm „learning apps“ eingesetzt. Dieses Lernprogramm besticht durch die Vielfalt an Möglichkeiten und verschiedenen Schwierigkeitsstufen, dahingehend eignet es sich hervorragend für Differenzierungen jeglicher Art. In Deutsch wurde „learning apps“ zum Beispiel eingesetzt, um DAF/DAZ SchülerInnen die deutsche Grammatik näher zu bringen. Im Deutschunterricht wurde beispielsweise eine APP zu Reimwörtern verwendet, welche das durchgenommene Thema „Balladen“ positiv unterstützte.

 

Generell wurden die iPads in allen Unterrichtsfächern auch dazu benutzt, um mit Hilfe des mitgelieferten W-LANs im Internet zu recherchieren oder relevante Informationen für das jeweilige Unterrichtsfach zu sammeln.

 

In der 2. und 3. Woche war die Benutzung der iPads durch die SchülerInnen und die LehrerInnen schon eingeübt und funktionierte schneller und effizienter. Die iPads wurden in dieser Phase vor allem in den Unterrichtsfächern Geschichte, Biologie, Physik, Bildernische Erziehung und Musik eingesetzt. So wurden zum Beispiel DNA-Modelle entwickelt und mittels der digitalen Medien eine Bauanleitung erstellt, in Biologie wurde mit Hilfe der „learning apps“ ein Stationenplan durchgeführt, diverse Nutzpflanzen durchgenommen und die Herkunft der verschiedenen Pflanzen erlernt.

In Bildnerischer Erziehung wurden Videos zum perspektivischen Zeichnen gezeigt und dienten somit als Anleitung. Dies motivierte die SchülerInnen dahingehend, sich an diese technisch herausfordernde Zeichentechnik heranzuwagen.

 

Natürlich wurden die iPads auch weiterhin in den Hauptfächern eingesetzt. So wurden in Englisch reading und listening Aufgaben zum Thema „Amazing Spiderman“ durchgeführt. In Deutsch wurde der Zauberlehrling mit Hilfe der iPads erarbeitet. Kurze, spannende und informative Lehrvideos (siehe Anhang) konnten schnell und einfach über die iPads angesehen werden. Diese Videos dienten meist als Impuls für die weitere Unterrichtsstunde.

 

Am Ende einer Theaterprojektwoche der Klasse 3C, die in diesem Zeitraum stattfand, wurde die APP „Story Book“ verwendet. Die SchülerInnen fassten die Erlebnisse aus den einzelnen Workshops (Regie, Tanz, Lichttechnik, Schauspiel) zusammen.

 

Am Ende der vierwöchigen Testphase war eine leichte Veränderung zu erkennen. Die iPads wurden weniger oft eingesetzt, da in den beteiligten Klassen viele Schularbeiten anstanden und der Fokus auf die Themeninhalte, welche in den Jahresplanungen definiert wurden, im Vordergrund stand. Nichtsdestotrotz wurden die iPads in verschiedenen Stunden eingesetzt. So wurden in Physik die Themen Mond, Sonne, Gestirne durchgenommen, zudem wurde die Gelegenheit wahrgenommen, um die Sonnenfinsternis, mittels live stream am iPad, zu beobachten. In Geschichte wurde ebenfalls mit den „learning apps“ gearbeitet und die Entdeckungsfahrten der Seefahrer im 15. und 16. Jahrhundert digital erarbeitet.

 

  • Feedback von Seiten der Schüler und SchülerInnen

Von den Schülerinnen und Schülern kamen durchgängig positive Meldungen. Überraschenderweise meinten viele SchülerInnen, dass sie sehr viel über Tablets gelernt haben, obwohl die technischen Details keinen Schwerpunkt darstellten. Ebenfalls wurde von einigen erwähnt, dass sie gelernt haben vorsichtig und sachgerecht mit digitalen Geräten umzugehen. „Wir haben auch gelernt, dass wir auf die iPads aufpassen müssen, damit sie nicht runterfallen … und nachdem wir sie benutzen müssen wir sie vorsichtig sauber machen“

 

Am meisten beeindruckt waren die Kinder von der integrierten Kamera, diese Funktion wurde von fast allen sehr positiv genannt. „Es gab für mich eigentlich nichts was mir an den iPads nicht gefallen hat. Eine App, dir mir sehr gefiel, war, dass wir jemanden ganz komisch fotografieren konnten“.

 

Ansonsten wurde der einfache und ständige Zugang zum Internet erwähnt und die oben erwähnten iPad Stunden positiv rezipiert. „Seit wir die iPads im Unterricht hatten, war der Unterricht sehr cool und er hat Spaß gemacht.“

 

Natürlich gab es auch kurze Momente, in denen die SchülerInnen frei mit den Tablets arbeiten konnten. Genutzt haben sie diese Zeit zum Spielen. „Es war gut organisiert von den Lehrern, dass man mit einem Freund/Freundin auf einem iPad arbeitete. Sonst würde es wahrscheinlich viel Hektik geben wer mit wem zusammenarbeitet. Was mir sehr Spaß gemacht hat, war das Minecraft spielen mit anderen Schulkollegen.“

 

Generell wurde das Projekt von den Schülerinnen und Schülern sehr positiv bewertet und sie würden sich sehr freuen, die iPads nochmals zu bekommen.

 

  • Feedback von Seiten der Lehrkräfte

Die Tablets stellen definitiv eine Bereicherung für den Unterricht dar. Die Qualität der iPads und der technischen Ausrüstung ist ausgezeichnet. Von den Schülerinnen und Schülern kam sehr positives Feedback, sie benutzten die Geräte mit großer Freude und die allgemeine Lernbereitschaft wurde gehoben. Die korrekte Bedienung der Geräte wurde schnell erlernt – teilweise waren schon Vorkenntnisse vorhanden – und alle Beteiligten achteten auf einen sorgsamen Umgang. Lehrinhalte konnten einfach und spannend vermittelt werden, wobei den SchülerInnen durch die Benutzung der iPads ein spielerisches Lernen näher gebracht wurde.

 

Durch die Projektphase wurde aber auch ersichtlich, dass die Unterrichtsplanung und die Einbindung der iPads in den Unterricht, einen neuen Zugang, das heißt eine andere Art von Planung benötigen. Die Planung der Unterrichtsstunde muss neu konzipiert werden, das heißt, digitale Methoden, Möglichkeiten und Programme müssen bereits in der Jahresplanung integriert werden. Die frühzeitige und intensive Auseinandersetzung mit den Apps und online Programmen ist unabdingbar.

(Anm. Hervorhebung durch P. Kral)

 

Durch die Testphase und die Aufteilung der iPads auf 4 Klassen wurden die Tablets meistens eine ganze Unterrichtsstunde lang benutzt, vielmehr sollten die Geräte jedoch als selbstverständliches Lernmaterial in den Unterricht einfließen. Damit meinen wir, dass durch die intensive Benutzung und den großen Fokus auf die iPads, vor allem die integrierten Lernprogramme benutzt wurden und wir damit in gewisser Hinsicht vom Lehrplan abweichen mussten. Dies ist – wie bereits erwähnt – darauf zurückzuführen, dass es für alle Beteiligten ein neues Projekt darstellte und wir noch auf keine Erfahrungen in diesem Bereich zurückgreifen konnten. Ebenfalls ist die geringere Benutzung der iPads in der 4. Woche darauf zurückzuführen.

 

  • Zusammenfassung

Im Namen der NMS Wiesberggasse möchten wir uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei Hr. Dr. Paul Kral, für die herzliche und hilfreiche Unterstützung und Organisation bedanken! Es war eine sehr lehrreiche und spannende Erfahrung und wir würden uns sehr freuen, noch einmal die Gelegenheit zu bekommen, die iPads in der Schule einzusetzen.

 

Generell sind wir der Meinung, dass eine Anschaffung von iPads durchaus Sinn machen würde. Dadurch könnte eine nachhaltigere Planung – mit Einbindung der iPads – und ein effizienterer Einsatz der Geräte im Unterricht ermöglicht werden.

Verfasst von Herrn Thomas Schönberger, NMSi, 1160 Wien, Wiesberggasse 7 (ungekürzt)

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