Tablets als Unterstützung für persönlichkeitsbezogene Schreibanlässe

Tablets als Unterstützung für persönlichkeitsbezogene Schreibanlässe

Tablets als Unterstützung für persönlichkeitsbezogene Schreibanlässe

Connected Kids – Erfahrungsbericht

(Dipl.Päd. Corina Konrad-Lustig, MA, BEd.; Mag. Sabine Rathmayr, BEd)

Tablets als Unterstützung für persönlichkeitsbezogene Schreibanlässe

Über das gesamte Schuljahr hinweg arbeiteten die Kinder der 1C und 3C gemeinsam an Texten und Themen, die die eigene Persönlichkeit in den Mittelpunkt rückten. Um die Arbeit an den persönlichen Ich-Mappen (A4 Ordner mit persönlichen Texten) durch einen digitalen Input zu erweitern, kam das Projekt Connected Kids gerade richtig.

So wurde erstmals das Thema „Gefühle“ klassenübergreifend behandelt und mit den Tablets umgesetzt. Im Vorfeld gab es Gespräche darüber, wie man sich fühlen kann. Hier wurde besonders Rücksicht auf jene Kinder genommen, die noch nicht lange Deutsch lernen. Diese Kinder wissen zwar, was Gefühle sind, können sie auch durch Mimik ausdrücken, oft fehlen ihnen aber die Vokabeln dafür.
Danach bildeten die Kinder Zweierteams (1.+3.Kl.) und begannen einander in den verschiedensten Stimmungen und Gefühlen zu fotografieren. Mit der App „PicCollage“ wurden dann die Fotos arangiert und mit Texten versehen. Die Kinder der dritten Klasse ergänzten ihre Fotos auch noch mit den englischen Bezeichnungen dazu. Freiraum wurde den Kinder insofern gelassen, dass sie die für sie treffendsten Gefühle auswählen durften.

App „SNote“

Beispiel einer „Gefühlscollage“ mit Piccollage: oben Junge der 3.Klasse, unten Junge der 1.Klasse

Mit der App „SNote“ erstellten sowohl die Kinder der 1. als auch die der 3. Klasse ein persönliches „Ich-Notizbuch“ ähnlich der Ich-Mappe. Dabei legten sie einzelne Seiten zu den für sie wichtigsten Themen an. Viele wählten „Mein/e Schulfreund/in“ aus. Hier wurde fleißig fotografiert oder auch ein kleiner Vorstellungsfilm gedreht. Die Arbeit mit den Tablets machte den Kindern großen Spaß. Das Verknüpfen von Texten mit Bildern oder Videos oder kurzen Sprachaufzeichnungen war für viele ungewohnt und darum umso interessanter. Der Kompetenz-zuwachs, auch im digitalen Bereich, war merkbar.

Tablets bieten vor allem gehemmten Kindern oder Kindern mit sprachlichen Schwierigkeiten gute Möglichkeiten, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen und so ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Sie können etwas von sich präsentieren, ohne selbst dazu sprechen zu müssen. Auf der anderen Seite ermöglichen sie die Differenzierung „nach oben hin“, sprich bieten die Möglichkeit in Richtung Begabungs-förderung tätig zu werden. Ohne große und langwierige Vorberei-tungen kann jedes Kind individuell unterstützt werden. Hinzu kommt, dass die Kreativität und Eigenständigkeit angeregt werden.

 

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