Wieso Tablets für Konsumenten so attraktiv sind

Wieso Tablets für Konsumenten so attraktiv sind

netzwertartig.comDieser Blogbeitrag entsammt dem digitalen Buch „netzwertig.com – Band II“ und soll dazu beitragen, eine andere – nicht pädagogische – Perspektive in die Diskussion einzubringen.

Aber hat man sich erst einmal an Tablets gewöhnt und ihre Stärken lieben gelernt, dann erscheinen Notebooks plötzlich schwerfällig, störrisch und zu komplex für die meisten simplen digitalen Handgriffe des Alltags (zur Erinnerung: wir sprechen hier über den privaten Einsatz). Als Besitzer eines iPad 3, eines Nexus 7 und eines Asus Zenbook Notebooks – immerhin ein recht dünnes, leichtes Ultrabook – sehe ich folgende Gründe für meine Annahme, dass Tablets Notebooks in den Haushalten sogar noch schneller verdrängen werden, als es heute erwartet wird:

Tablets sind billiger
Der Einstiegspreis für gute Tablets liegt dank Subventionierung durch die Hersteller mittlerweile bei 200 Euro. Dafür gibt es noch nicht einmal Schrott-Notebooks, geschweige denn gute Geräte. Chromebooks mit ihrer vollständigen Webabhängigkeit sehe ich nicht als geeignete Alternative für den Durchschnittsanwender. Sicher, Tablets besitzen weniger Rechenpower, Anschlüsse und Speicher als wirklich gute Notebooks. Aber für das Gros der Anwender, die sich mit Facebook, E-Mail, Onlinebanking, Shopping, YouTube und dem gelegentlichen Spielchen zur Entspannung begnügen, reicht das gebotene Funktionsspektrum aus.

Tablets sind leicht, dünn und tragbar
Einst waren Notebooks die tragbare Alternative zum Desktop. Heute sind Tablets die tragbare Alternative zum Notebook.

Tablet-Betriebssysteme sind ideal für wenig versierte Nutzer
Speziell für Windows-Nutzer sind die weitaus weniger eigenwilligen, weniger komplexen Betriebssysteme von Tablets ein Segen. Je weniger Einstellungen sich ihnen und dem Internetglück in den Weg stellen, desto besser.

Tablets haben Apps
Ja, mit Windows 8 gibt es nun auch Notebooks mit Apps. Aber wirklich das Gleiche ist dies nicht, zudem stellen die jeweils mehr als 700.000 Apps im Google Play Store und App Store das überschaubare Angebot an Windows 8 Apps in den Schatten. Zwar ist Quantität nicht alles. Aber ein großes Angebot an Apps wird nicht zu Unrecht mit vielen Wahlmöglichkeiten und einer hohen Wahrscheinlichkeit gleichgesetzt, auch Anwendungen der persönlichen Lieblingsdienste vorzufinden.

Tablets sind sexy
Notebooks sind es nicht (mit einige Ausnahmen).

Mit jedem Notebook, das zugunsten eines Tablets im Keller oder in einer Schublade verschwindet, werden Nutzer wieder ein Stück weit zu Konsumenten. Denn die Stärken von Tablets liegen ganz klar im Medienkonsum statt in der Produktion von Inhalten. Insofern könnte das partizipative Internet seine besten Zeiten mitunter sogar hinter sich haben. Das jedoch wird die einzelnen Verbraucher nicht tangieren. Für sie spricht mittlerweile viel dafür, sich ein Tablet anzuschaffen. Ist dieser Schritt erst einmal getan, lautet die nächste Frage automatisch: “Was mache ich jetzt mit dem Notebook?”.

(CC-BY-SA 3.0)
Quelle: «netzwertig.com – Band II», Buch / eBook / Online-Buch | Link
Autor: Martin Weigert |Verlag: buch & netz | ISBN: 978-3-03805-071-1 (PDF), 978-3-03805-072-8 (ePub), 978-3-03805-073-5 (Kindle)

 

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